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Hilfe aus Nächstenliebe darf nicht kriminalisiert werden

Die Rats­mit­glie­der der EVP haben sich zusam­men mit einer Min­der­heit im Natio­nal­rat ver­geb­lich dafür ein­ge­setzt, dass Men­schen künf­tig nicht mehr dafür bestraft wer­den, wenn sie aus huma­ni­tä­ren Grün­den hilfs­be­dürf­ti­gen Flücht­lin­gen in der Schweiz Hilfe leis­ten. Die Rats­mehr­heit jedoch lehnte die Initia­tive ab.

Eine par­la­men­ta­ri­sche Initia­tive hatte ver­langt, das Ausländer- und Inte­gra­ti­ons­ge­setz so zu ändern, dass Per­so­nen, wel­che «die rechts­wid­rige Ein- oder Aus­reise oder den rechts­wid­ri­gen Auf­ent­halt von Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­dern in der Schweiz för­dern», nicht bestraft wer­den, wenn sie dies aus ach­tens­wer­ten Grün­den tun.

Barm­her­zig­keit darf nicht bestraft wer­den
Die EVP-Ratsmitglieder hat­ten mit einer Min­der­heit bean­tragt, der Initia­tive Folge zu geben. «Barm­her­zig­keit soll in unse­rem Land wei­ter­hin bestraft wer­den, was ich nicht ver­stehe. Es kann nicht sein, dass Men­schen, die aus Nächs­ten­liebe hel­fen, gleich behan­delt wer­den wie kri­mi­nelle Schlep­per», erläu­terte EVP-Nationalrätin Lilian Stu­der. Die Schweiz muss end­lich damit auf­hö­ren, Men­schen zu kri­mi­na­li­sie­ren, die aus huma­ni­tä­ren Grün­den han­deln, so die For­de­rung der EVP-Parlamentarier.

Huma­ni­tät ist nicht Schlep­per­we­sen
«Es muss in der Schweiz mit ihrer huma­ni­tä­ren und christ­li­chen Tra­di­tion klar zwi­schen Flucht­hilfe aus Nächs­ten­liebe oder huma­ni­tä­ren Grün­den und finan­zi­ell moti­vier­tem Schlep­per­we­sen unter­schie­den wer­den», for­dert EVP-Nationalrätin Mari­anne Streiff. «Viele euro­päi­sche Staa­ten hand­ha­ben dies längst so.»

Delikt der Soli­da­ri­tät
Nach heu­ti­gem Recht kann Hilfe für Men­schen, die uner­laubt in die Schweiz ein­rei­sen oder sich dort auf­hal­ten, mit einer Frei­heits­strafe von bis zu einem Jahr bestraft wer­den. Meist wer­den die Hel­fer zu Geld­stra­fen ver­ur­teilt und erhal­ten einen Ein­trag ins Straf­re­gis­ter. Im Durch­schnitt wur­den in den letz­ten Jah­ren rund 1000 Per­so­nen in der Schweiz so straf­recht­lich ver­ur­teilt und kri­mi­na­li­siert.  So auch ver­gan­ge­nes Jahr Pfar­rer Nor­bert Val­ley, der im Kan­ton Neu­en­burg einem Flücht­ling in sei­ner Kir­che über­nach­ten liess und ihn mit Essen ver­sorgte. Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen spre­chen in die­sem Zusam­men­hang vom «Delikt der Soli­da­ri­tät».

Für Aus­künfte:
Mari­anne Streiff, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Nik Gug­ger, Vize­prä­si­dent und Natio­nal­rat: 079 385 35 35
Lilian Stu­der, Natio­nal­rä­tin: 076 575 24 77

Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70